Draußen spielen

Outdoor-Spielzeug für Kleinkinder: Die Grundlagen für draußen

Kleinkinder entdecken die Welt mit dem ganzen Körper; draußen haben sie dafür am meisten Platz. Beim Kauf von Outdoor-Spielzeug kommt es auf das Alter des Kindes, den verfügbaren Raum und die Art des Spielens an. Für Garten, Balkon und unterwegs gibt es unterschiedliche Lösungen. Einige Sicherheitsregeln gelten überall.

Was Kleinkinder draußen brauchen

Kleinkinder, also Kinder etwa zwischen einem und drei Jahren, lernen vor allem durch Bewegung und durch ihre Sinne. Sie rennen, klettern, balancieren, werfen und sammeln. Draußen kommen dazu Reize, die drinnen fehlen: Wind, Sonne, Sand, Wasser, Gras und Erde. Gutes Outdoor-Spielzeug unterstützt genau diese Erfahrungen, statt das Kind nur zu beschäftigen.

Drei Spielformen decken den größten Teil ab. Bewegungsspielzeug wie Rutschfahrzeuge, Bälle und kleine Klettergeräte fördert Gleichgewicht und Muskelkraft. Sand- und Wasserspielzeug lädt zum Füllen, Schütten, Matschen und Bauen ein. Und einfache Dinge wie Kreide, Seifenblasen oder ein Eimer mit Fundstücken regen das freie Spiel an, bei dem das Kind selbst entscheidet, was es damit macht.

Ideen für den Garten

Der Garten bietet den meisten Platz und erlaubt feste Installationen. Ein Sandkasten mit Eimer, Schaufel, Förmchen und Sieb gehört zu den langlebigsten Anschaffungen, weil Sandspiel über Jahre funktioniert. Achten Sie auf einen Deckel oder eine Abdeckung, damit der Sand sauber und trocken bleibt und Tiere fernbleiben.

Wasserspiel funktioniert im Garten besonders gut. Ein Wassertisch oder eine flache Wanne mit Bechern, Trichtern und kleinen Booten hält Kinder lange beschäftigt. Eine Gießkanne in Kindergröße erfüllt denselben Zweck und lässt sich auch für echte Pflanzen nutzen. Lassen Sie ein Kleinkind bei jeder Form von Wasser niemals unbeaufsichtigt, auch nicht in flachem Wasser.

Für Bewegung eignen sich Rutschfahrzeuge, Laufräder und Dreiräder, sobald das Kind sicher laufen kann. Ein kleiner Rutschturm oder ein niedriges Klettergerüst mit weichem Untergrund wie Rasen oder Fallschutzmatten ergänzt das Angebot. Bälle in verschiedenen Größen, am Anfang weiche und große, fördern Werfen, Fangen und Rollen.

Ideen für den Balkon

Auf dem Balkon zählt vor allem der Platz. Statt eines Sandkastens passt eine flache Sandwanne oder ein befüllbarer Tisch, der sich bei Regen schnell ins Innere tragen lässt. Wasserspiel geht auch in einer großen Schüssel oder einem kleinen Wassertisch, sofern Sie das Wasser nach dem Spielen abgießen.

Seifenblasen, Straßenkreide und weiche Bälle brauchen kaum Stauraum und funktionieren auf kleinstem Raum. Eine kleine Rutsche oder ein Set aus weichen Bausteinen für draußen ergänzt das Bewegungsangebot, wenn der Balkon es zulässt. Prüfen Sie vor dem Kauf die Maße und ob der Untergrund rutschfest ist. Stellen Sie auf einem Balkon mit Gitter oder Brüstung nichts so ab, dass ein Kind darauf klettern und über die Brüstung schauen oder steigen kann.

Kompaktes Spielzeug für unterwegs

Für Park, Spielplatz, Strand oder Besuche bei Freunden eignet sich kompaktes Spielzeug, das wenig wiegt und schnell verstaut ist. Ein Eimer mit Schaufel und Förmchen funktioniert am Strand, im Sandkasten und am Bach. Ein aufblasbarer Ball lässt sich klein zusammenlegen und ist leicht zu transportieren. Seifenblasen, ein kleines Sieb oder ein Trichter passen in jede Tasche.

Auch ein kleines Rutschfahrzeug oder ein Laufrad können unterwegs sein, wenn Sie genug Platz im Kofferraum haben. Für den Spielplatz brauchen Sie meist gar nichts mitzunehmen, außer vielleicht einem Ball oder einer Decke zum Sitzen. Entscheidend ist, dass das Spielzeug zum Ort passt: Am Wasser sind Dinge aus Stoff oder Papier schnell verdorben, während Plastik und Silikon Feuchtigkeit vertragen.

Worauf Sie beim Kauf achten sollten

Die Altersangabe auf der Verpackung ist nur ein Anhaltspunkt. Sie beruht auf den Fähigkeiten, die ein durchschnittliches Kind in dem Alter hat, und auf Sicherheitsanforderungen. Für Kinder unter drei Jahren sind Kleinteile gefährlich, weil sie sie in den Mund nehmen und verschlucken können. Prüfen Sie Spielzeug deshalb auf lose Teile, scharfe Kanten und Splitter, auch wenn die Altersangabe passt.

Beim Online-Kauf fehlt die Möglichkeit, das Spielzeug in der Hand zu halten. Achten Sie deshalb auf genaue Maße, auf die Materialangabe und auf Fotos, die das Spielzeug in Benutzung zeigen. Lesen Sie Bewertungen, aber rechnen Sie damit, dass einzelne Stimmen stark abweichen. Holzspielzeug ist robust und fühlt sich angenehm an, braucht aber Pflege und verträgt Dauerregen schlechter als wetterfestes Plastik. Für draußen gelagerte Sachen lohnt sich ein Blick auf die Wetterbeständigkeit.

Sicherheit und Pflege

Ein Kleinkind gehört beim Spielen mit Wasser, beim Klettern und in der Nähe von Straßen immer in Sichtweite. Sonnenschutz gehört zur Grundausstattung: Hut, Sonnencreme und ein schattiger Platz, besonders in den Mittagsstunden.

Spielzeug, das draußen bleibt, sollten Sie regelmäßig prüfen. Reparieren oder entsorgen Sie Spielzeug mit Rissen, scharfen Kanten oder losen Schrauben sofort. Sandkästen decken Sie ab, Wassertische leeren Sie nach dem Spielen, und Fahrzeuge stellen Sie bei Regen unter. So bleibt das Spielzeug länger brauchbar und das Spielen sicher.