Checkliste für sicheres Outdoor-Spielzeug
Kinderärzte empfehlen, dass Kinder täglich ein bis zwei Stunden draußen spielen. Beim Kauf von Outdoor-Spielzeug sollten Eltern auf die CE-Kennzeichnung achten: Sie bestätigt, dass das Spielzeug den europäischen Sicherheitsanforderungen entspricht.
Dazu gehört die Norm EN 71, die mechanische Gefahren, physikalische Belastbarkeit und Brandgefahr prüft. International gelten vergleichbare Standards wie ASTM F963 und ISO 8124. Beachten Sie diese Kennzeichnung und Normen beim Kauf und bei der Nutzung.
Das Alter bestimmt die Auswahl
Das passende Spielzeug hängt vom Entwicklungsstand des Kindes ab. Ein Kleinkind, das noch viel in den Mund nimmt, braucht Spielzeug ohne Kleinteile, die es verschlucken könnte. Ein Schulkind dagegen kann mit Seil, Schaufel und Bällen schon komplexer spielen. Die Altersangabe auf der Verpackung hilft, das passende Spielzeug zu finden. Sie berücksichtigt typische Fähigkeiten und Risiken der jeweiligen Altersgruppe. Weichen Sie nicht großzügig davon ab, nur weil das Kind groß für sein Alter wirkt.
Materialien ohne Schadstoffe
Eltern erwarten zu Recht, dass Spielzeug frei von Schadstoffen ist. Achten Sie beim Kauf auf die Materialangaben: Holz sollte unbehandelt oder mit für Spielzeug zugelassenen Lacken und Ölen behandelt sein. Kunststoff sollte keine bedenklichen Weichmacher enthalten, die in billigen Produkten vorkommen können. Die CE-Kennzeichnung und die Prüfung nach EN 71 schließen eine Kontrolle auf Schadstoffe ein. Bei Produkten ohne Kennzeichnung oder mit unklarer Herkunft sollten Sie vorsichtig sein. Die Sicherheitsanforderungen unterscheiden sich von Land zu Land erheblich.
Der richtige Platz für jedes Spielzeug
Der Aufstellort bestimmt die Sicherheitsanforderungen. Auf dem Balkon brauchen Spielgeräte einen festen Stand und eine Absicherung, damit Kinder nicht über die Brüstung klettern können. Im Garten gehört unter Klettergerüste und Schaukeln ein weicher Untergrund wie Rasen, Sand oder Fallschutzmatten, damit Stürze abgefedert werden. Für unterwegs eignet sich kompaktes, leichtes Spielzeug, das sich gut transportieren lässt und keine scharfen Kanten hat, wenn es im Rucksack oder in der Tasche liegt.
Regelmäßige Kontrolle und Pflege
Outdoor-Spielzeug ist Wind und Wetter ausgesetzt. Es nutzt sich schneller ab als Spielzeug für drinnen. Kontrollieren Sie Schaufeln, Bälle, Rutschen und Klettergerüste regelmäßig auf Risse, scharfe Kanten, Rost und lose Schrauben. Holz kann splittern, wenn es lange feucht bleibt, Kunststoff wird mit der Zeit spröde. Beschädigte Teile sollten Sie reparieren oder ersetzen, bevor Kinder damit spielen. Bei schlechtem Wetter oder im Winter lohnt es sich, empfindliches Spielzeug trocken und geschützt zu lagern.
Die Checkliste zum Abhaken
Prüfen Sie diese Punkte vor dem Kauf und regelmäßig während der Nutzung:
- CE-Kennzeichnung und Prüfung nach EN 71 sind vorhanden
- Die Altersangabe passt zum Kind, keine Kleinteile für jüngere Kinder
- Materialien sind frei von Schadstoffen, Holz und Kunststoff sind geprüft
- Spielgeräte stehen fest und passen zum Aufstellort
- Unter Kletter- und Schaukelgeräten liegt ein weicher Untergrund
- Keine scharfen Kanten, keine losen oder abstehenden Teile
- Regelmäßige Kontrolle auf Risse, Rost und Splitter
- Trockene, geschützte Lagerung bei schlechtem Wetter