Bauklötze fördern Feinmotorik, räumliches Denken und Kreativität. Sie haben aber ein praktisches Problem: die vielen Einzelteile. Ohne durchdachte Aufbewahrung liegen sie schnell im ganzen Zimmer verteilt. Ohne geeignete Spielunterlage wandern sie vom Teppich auf den harten Boden. Mit der richtigen Ausstattung bleibt das Spielen entspannt und das Aufräumen wird nicht zum täglichen Kampf.
Die passende Aufbewahrung
Die beste Aufbewahrung ist die, die das Kind selbstständig nutzen kann. Ein offener Korb oder eine flache Kiste auf Kinderhöhe lädt zum Hineinräumen ein. Ein geschlossener Behälter mit Deckel sieht zwar ordentlicher aus, kann für kleine Kinder aber schwer zu öffnen sein. Achten Sie darauf, dass die Box nicht zu tief ist. Sonst verschwinden die kleinen Steine im unteren Bereich und das Kind verliert den Überblick.
Für größere Bauklötze aus Holz eignen sich stabile Körbe aus Stoff oder Weide, die Sie in ein Regal stellen. Bei Kunststoffbausteinen wie Legosteinen empfiehlt sich eine flache Sortierbox mit Fächern. So können die Kinder nach Farben oder Größen ordnen. Das ist praktisch und trainiert nebenbei das Sortieren und Zuordnen. Diese Fähigkeiten werden auch in der Kita gefördert.
Wenn Sie wenig Platz haben, denken Sie an Aufbewahrungslösungen, die doppelt nützen. Ein Hocker mit Staufach dient als Sitzgelegenheit und nimmt die Klötze auf. Ein Spielteppich mit integrierter Tasche lässt sich zusammenrollen und verstauen. Wichtig ist, dass die Aufbewahrung zum Spielverhalten passt. Baut Ihr Kind oft lange an einer Konstruktion, sollten Sie eine Ablagefläche einplanen, auf der das Werkstück stehen bleiben darf, bis es fertig ist.
Die richtige Spielunterlage
Eine Spielunterlage schützt den Boden und die Bauwerke. Auf einem harten Fußboden kippen Türme schnell um, sobald das Kind ungeschickt stößt. Eine rutschfeste Matte oder ein Teppich mit fester Unterseite gibt den Klötzen Halt und dämpft Stürze. Das ist besonders wichtig, wenn das Kind mit Holzbausteinen spielt, die auf Parkett oder Fliesen schnell Kratzer hinterlassen.
Achten Sie bei der Auswahl auf das Material. Eine Spielmatte aus Schaumstoff ist leicht und lässt sich einfach abwischen. Sie eignet sich aber eher für weiche Bausteine aus Kunststoff. Ein gewebter Teppich aus Baumwolle oder Wolle ist angenehmer für längere Spielphasen auf dem Boden. Er nimmt aber Staub auf und muss regelmäßig gesaugt werden. Für Kleinkinder, die noch viel in den Mund nehmen, sollte die Unterlage schadstofffrei und frei von Kleinteilen sein, die sich lösen könnten.
Die Größe der Unterlage hängt vom Spielbereich ab. Eine Matte, die nur wenig größer ist als das Kind selbst, reicht für die ersten Bauversuche. Wenn mehrere Kinder zusammen spielen oder größere Konstruktionen entstehen, brauchen Sie eine Fläche von mindestens einem Quadratmeter. Eine gute Faustregel: Die Unterlage sollte so groß sein, dass alle Bausteine darauf Platz finden, die das Kind gerade verwendet. Sonst baut es am Rand weiter und die Klötze rutschen auf den Boden.
Material und Pflege
Holzbausteine und Kunststoffsteine stellen unterschiedliche Anforderungen an Zubehör und Pflege. Holzbausteine sollten Sie trocken lagern, sonst können sie aufquellen oder splittern. Eine Aufbewahrung in einem geschlossenen Behälter schützt vor Feuchtigkeit. Lassen Sie die Klötze nach dem Spielen kurz an der Luft trocknen, wenn sie feucht geworden sind. Kunststoffbausteine vertragen feuchtes Abwischen. Vermeiden Sie aber aggressive Reinigungsmittel, die die Oberfläche angreifen.
Die Spielunterlage selbst braucht je nach Material eine eigene Pflege. Schaumstoffmatten können Sie mit einem feuchten Tuch und milder Seife abwischen. Gewebte Teppiche gehören in die Waschmaschine, wenn das Etikett es erlaubt. Prüfen Sie vor dem Kauf, ob die Unterlage leicht zu reinigen ist. Bauklötze landen schnell im Mund oder werden mit Essen in Kontakt gebracht.
Die richtige Wahl nach Alter
Für Babys und Kinder unter zwei Jahren eignen sich große, weiche Bausteine aus Stoff oder Schaumstoff. Dazu passt eine weiche Spielunterlage, die Stürze abfedert. Die Aufbewahrung sollte griffbereit auf dem Boden stehen, damit das Kind selbst hineingreifen kann. Ab etwa drei Jahren greifen Kinder zu kleineren Holzbausteinen oder Kunststoffsteinen. Jetzt wird eine flache Sortierbox nützlich. Die Spielunterlage sollte rutschfest sein, damit die Kinder beim Bauen nicht verrutschen.
Im Vorschulalter bauen Kinder komplexere Konstruktionen und spielen oft längere Zeit an einem Werk. Eine größere Spielmatte und eine Aufbewahrung mit mehreren Fächern unterstützen dieses Verhalten. Achten Sie darauf, dass die Behälter nicht zu schwer werden, wenn sie gefüllt sind. Sonst kann das Kind sie nicht alleine tragen. Ein Rollbrett oder eine Kiste mit Rädern erleichtert das Transportieren, wenn der Spielbereich nicht direkt neben dem Regal liegt.