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Versandkosten und Lieferzeiten beim Spielzeugkauf richtig planen

Beim Onlinekauf von Spielzeug entscheiden der Gesamtpreis im Warenkorb und die Versandbedingungen, wie viel Sie zahlen und wann das Paket ankommt. Wenn Sie für einen bestimmten Anlass bestellen, prüfen Sie auch, ob das Spielzeug verfügbar ist, ab wann die Lieferfrist läuft und ob Sie das Paket annehmen können.

Planen Sie vom gewünschten Ankunftstag rückwärts und rechnen Sie Werktage, Feiertage und Bestellschlusszeiten ein. Bei wichtigen Geschenken lassen Sie zusätzlichen Spielraum. Die Lieferzeit gilt nur unter den Bedingungen des jeweiligen Händlers. Sie ist keine allgemeine Frist.

Vergleichen Sie Preis und Versandkosten

Addieren Sie zum Artikelpreis die Versandkosten und prüfen Sie, ob für das Spielzeug ein Zuschlag für Sperrgut oder Speditionslieferung anfällt. Im Warenkorb sollte der tatsächlich zu zahlende Betrag sichtbar sein. Ein Mindestbestellwert für kostenlosen Versand spart Ihnen nur dann Geld, wenn Sie die zusätzlichen Artikel ohnehin kaufen wollten.

Versandkosten und Lieferzeiten unterscheiden sich je nach Händler. Die folgenden Angaben sind Beispiele, keine allgemeinen Marktpreise; sie gelten nur für die genannten Artikel und Versandarten. Prüfen Sie vor dem Kauf die aktuellen Bedingungen.

Shop Beispiel für Versandkosten Angegebene Lieferzeit
Smyths Toys Standardversand unter 20 Euro Warenwert: 3,95 Euro; ab 20 Euro kostenlos. Sperrgut oder Spedition: 9,95 bis 29,95 Euro. 1 bis 3 Werktage bei Bestellung vor 17 Uhr
PLAYMOBIL Reguläre Artikel unter 55 Euro: 4,95 Euro; ab 55 Euro kostenlos. Für Ersatzteile gelten andere Regeln. Etwa 3 Werktage bei regulären Artikeln
LENA Spielzeug Unter 50 Euro: 5,95 Euro; ab 50 Euro kostenlos. 3 bis 5 Tage
Mattel Shop Unter 55 Euro: 6,99 Euro; ab 55 Euro kostenlos. Expressversand wird gesondert berechnet. 3 bis 5 Werktage beim Standardversand
Toy-Versand Unter 80 Euro: 3,90 Euro. Versand meist am Bestelltag oder nächsten Werktag, spätestens innerhalb von fünf Werktagen, sofern die Produktbeschreibung nichts anderes angibt

Bei großen Spielsachen sollten Sie besonders auf die Versandart achten. Smyths Toys nennt für Sperrgut und Speditionsware eigene Gebühren und schließt bestimmte Artikel vom Expressversand aus. Bei einer Speditionslieferung müssen Sie außerdem den vereinbarten Zustelltermin einplanen.

Lesen Sie Lieferzeiten genau

Bei Lieferzeiten in Werktagen zählen Wochenenden und Feiertage nicht mit. Auch die Bestellzeit kann wichtig sein: Smyths Toys nennt für den Standardversand eine Bestellgrenze um 17 Uhr. Bestellungen nach dem jeweiligen Annahmeschluss werden daher nicht zwingend noch am selben Tag versendet.

Prüfen Sie auf der Produktseite, ob der Artikel verfügbar ist, und lesen Sie die Lieferangabe für genau diesen Artikel. Die allgemeine Versandübersicht genügt nicht immer: Kleine Teile können bei PLAYMOBIL als Warensendung länger unterwegs sein. Bei Toy-Versand beginnt die Lieferfrist bei Vorkasse laut Händler erst einen Tag nach der Überweisung. Manche Shops verschicken mehrere getrennte Bestellungen auch nicht zusammen.

Händler nennen teils Werktage, teils „Tage“; Versandart und Beginn der Lieferfrist unterscheiden sich ebenfalls, sodass die Angaben nicht direkt vergleichbar sind. Soll das Spielzeug zu einem Geburtstag oder Feiertag ankommen, richten Sie sich nach der Lieferangabe im Warenkorb und planen Sie zusätzliche Zeit ein. Eine Zahl, die verlässlich für alle Shops und Bestellungen gilt, gibt es nicht.

Planen Sie die Paketannahme

Prüfen Sie vor dem Kauf, ob Sie das Paket an der angegebenen Adresse annehmen können. Vielleicht kann eine andere Person das Paket entgegennehmen. Prüfen Sie auch, ob der Händler an einen Paketshop, eine Packstation oder eine Abholstelle (Access Point) liefert. Bei einer Speditionslieferung klären Sie, wer zum vereinbarten Termin vor Ort ist.

Wenn mehrere Artikel im Warenkorb liegen, prüfen Sie, ob alle verfügbar sind und ob der Händler sie zusammen verschickt. Andernfalls können sie in getrennten Paketen ankommen. Das macht die Geschenkplanung aufwendiger, wenn Sie mit nur einer Lieferung rechnen.

Ihre Rechte bei verspäteter Lieferung

Vor dem Kauf muss der Shop den Gesamtpreis nennen. Er muss außerdem die berechenbaren Versandkosten angeben und über die Lieferbedingungen informieren. Dazu gehört eine Lieferfrist, aus der hervorgeht, wann die Ware spätestens ankommt. Als Beispiel für eine klare Höchstfrist nennt die Verbraucherzentrale „etwa 5 bis 7 Tage“.

Wenn keine Lieferzeit vereinbart wurde und sich auch aus den Umständen keine ergibt, gilt nach § 475 BGB bei einem Verbrauchsgüterkauf, also wenn Sie als Verbraucher bei einem Unternehmen kaufen: Die Ware muss spätestens 30 Tage nach Vertragsschluss übergeben werden. Die 30-Tage-Frist greift ausschließlich in diesem Sonderfall. Für die Geschenkplanung ist sie ungeeignet und beschreibt keine übliche Lieferzeit.

Kommt die Lieferung nicht zum angekündigten Zeitpunkt, vergleichen Sie die Bestellbestätigung mit der zugesagten Frist und wenden Sie sich an den Händler. Wird die vereinbarte Frist nicht eingehalten, können Sie eine angemessene Nachfrist setzen. Ob danach ein Rücktritt vom Kaufvertrag infrage kommt, hängt vom Einzelfall ab.