Motorikspielzeug: Welche Spielsachen die Bewegung fördern
Motorikspielzeug fördert die Koordination und das Körpergefühl von Kindern. Diese Spielsachen trainieren gezielt die motorische Entwicklung, also das Zusammenspiel von Muskeln, Nerven und Gehirn bei jeder Bewegung. Eltern begleiten ihr Kind damit altersgerecht, ohne es zu überfordern.
Was Motorikspielzeug leistet
Mit Motorikspielzeug begleiten Eltern und Erziehende die Bewegungsentwicklung von Kindern Schritt für Schritt. Die Spielsachen laden Kinder dazu ein, ihre Bewegungen zu wiederholen und zu verfeinern. Beim Greifen, Ziehen, Stecken und Rollen trainieren Kinder genau die Abläufe, die sie im Alltag brauchen. Der Vorteil: Es ist spielerisch. Ein Kind, das einen Holzklotz durch eine Öffnung steckt, denkt nicht ans Üben. Es hat Freude an der Aufgabe. Durch die Wiederholung festigt das Kind seine Bewegungen und wird sicherer im Umgang mit dem eigenen Körper.
Fein- und Grobmotorik unterscheiden
Feinmotorik umfasst die präzisen Bewegungen kleiner Muskelgruppen, zum Beispiel das Greifen kleiner Teile, das Stecken von Formen oder das Fädeln von Perlen. Grobmotorik umfasst die großen Bewegungen des Körpers wie Laufen, Klettern, Ziehen und Balancieren. Beide Bereiche entwickeln sich unterschiedlich schnell und brauchen unterschiedliche Spielsachen. Für die Feinmotorik passen Steckpuzzle, Fädelbretter und Sortierspiele. Für die Grobmotorik sind Ziehwagen, Rollbretter und Kletterelemente gut. Viele Motorikspielzeuge kombinieren beide Bereiche. Ein Laufwagen mit Steckteilen fordert zum Beispiel Bewegung und Geschicklichkeit zugleich.
Passendes Motorikspielzeug nach Alter
Für Kinder ab einem Jahr eignen sich Motorikspielzeuge am besten, die zum Greifen, Einstecken, Ziehen und Rollen einladen. Die Teile sollten groß genug sein, damit das Kind sie sicher halten kann. Das Spielzeug muss stabil stehen, damit es beim Ziehen oder Drücken nicht kippt. Kurze, häufige Spieleinheiten sind für diese Altersgruppe besser als lange Beschäftigungsphasen. Die Aufmerksamkeitsspanne ist noch klein.
Ab dem Kleinkindalter werden Fädeln und Sortieren spannend. Das Kind beginnt, Formen gezielt zuzuordnen und erste Reihenfolgen zu erkennen. Ab zwei Jahren kommen Schrauben und Rollenspiele dazu. Jetzt versteht das Kind Zusammenhänge besser. Es probiert aus, wie sich Dinge verändern, zum Beispiel wenn es eine Schraube dreht oder einen Bauklotz auf einen anderen setzt. Eltern sollten das Spielzeug dann wechseln, damit das Kind neue Herausforderungen bekommt, ohne dass die alten Fähigkeiten verloren gehen.
Worauf Eltern beim Kauf achten
Sicherheit und Stabilität sind am wichtigsten. Das Spielzeug sollte keine scharfen Kanten haben und keine kleinen Teile, die ein Kleinkind verschlucken kann. Es sollte aus schadstofffreien Materialien bestehen. Achten Sie auf Prüfsiegel wie das CE-Zeichen. Es bestätigt die grundlegenden Sicherheitsanforderungen in der EU. Stabil heißt auch: Das Spielzeug hält das Gewicht des Kindes aus, wenn ein Kind sich daran hochzieht oder darauf stützt. Holzspielzeug ist hier oft im Vorteil. Es ist schwer genug und rutscht nicht weg. Prüfen Sie außerdem, ob sich die Teile leicht bewegen lassen. So gibt das Kind nicht frustriert auf. Die Teile sollten aber nicht so locker sein, dass sie abfallen.